Schwitzen am Kopf

an Kopfhaut, Nacken und Gesicht

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Therapieformen

„Ein deutlich sichtbares Schwitzen am Kopf ist für den Betroffenen sehr belastend. Wem die Schweißperlen auf der Stirn stehen oder der Schweiß von der Nasenspitze tropft, schämt sich in Gesellschaft. Das starke Schwitzen schränkt seine sozialen Fähigkeiten stark ein – die psychische Belastung ist sehr hoch. Oft beginnt mit der Scham ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt, bevor der Betroffene schon allein aus Angst vor dem Schwitzen in Schweiß ausbricht.“ erklärt Sascha Ballweg, der selbst unter Hyperhidrosis leidet. Um anderen Leidenden zu helfen, hat er im Internet ein Forum namens Hyperhidrosehilfe gegründet, in dem die Problematik untereinander und mit Experten diskutiert werden kann.

Wie viele andere Menschen in dieser „virtuellen Selbsthilfegruppe“ hat auch Ballweg das Schweißproblem mit einem Antiperspirant1 lösen können: „Ich hatte mich über Jahrzehnte für viele Selbstversuche und Produkttests zur Verfügung gestellt. Fast alles war entweder wirkungslos, reizte die Haut stark oder es traf gleich beides zu. Erst 2005 entdeckte ich eine Antitranspirant-Linie des Schweizer Herstellers JV Cosmetics. Und diese hat mein Leben positiv verändert! Ich konnte endlich wieder ganz normal unter Leute gehen, meinem Beruf nachgehen und Sport treiben! Schwitzen ist heute eine normale Sache für mich, seit dem der Schweiss nicht mehr sichtbar und in Strömen herabläuft.“

 

Iontophorese gegen Schwitzen im Kopfbereich (Nacken, T-Zone)

Eines muss klar gesagt werden: Die Leitungswasser-Iontophorese kann nicht direkt auf dem behaarten Kopf angewandt werden. Trotzdem kann eine Iontophorese-Therapie im Gesicht unserer Erfahrung nach eine enorme Linderung bringen! Der Grund dafür findet sich in einer psychischen Wechselwirkung, bei der sich die Reduktion des sichtbaren Schwitzens an einer Körperregion ebenfalls positiv auf eine weitere, nicht behandelte Stelle des Körpers auswirken kann.

Iontophorese Anwendung im Gesicht

Iontophorese – Anwendung im Gesicht (Gerät: Saalio® der Saalmann medical GmbH1)

Kurz formuliert: Eine erfolgreich therapierte Region kann sich durchaus positiv auf nicht zu therapierende Stellen des Körpers auswirken.

Beobachtet werden konnte dieser Effekt z. B. bei der Iontophorese-Behandlung der Hände. Sobald die Hände nach ca. 10 Therapiesitzungen (mit Gleichströmen um die 15 mA) weitestgehend trocken gelegt werden konnten, zeigte sich ebenfalls ein positiver Effekt an den ansonsten schweißnassen Füßen von Betroffenen. Da Hände und Füße keine direkte Verbindung haben und sich quasi an entgegengesetzten Stellen des menschlichen Körpers befinden, kann ein direkter Effekt des Therapiestromes ausgeschlossen werden. Was bleibt ist die Vermutung, dass sich die positive Entspannung der Psyche des Betroffenen (weniger Angst, weniger Stress, mehr Selbstwertgefühl und Ausgeglichenheit), verursacht durch die erfolgreiche Iontophorese-Therapie, ganz nebenbei positiv auf ebenfalls vorhandene Schweißfüße auswirkten kann.

Wie die Therapie der T-Zone des Gesichts vonstatten gehen kann erfahren Sie auf dieser Info-Seite…

 

Antitranspirant Anwendung im Gesicht und am Nacken

Antitranspirante mit bis zu 20% Aluminiumchlorid-Anteil können ohne Probleme im Gesicht oder auf dem Nacken angewendet werden. Da das Mittel nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung kommen darf, ist darauf zu achten, dass sich die Flüssigkeit sicher (d.h. gezielt) applizieren lässt. Produkte in Pump- bzw. Sprühflaschen sowie Roll-On Sticks mit Kugel sind eher ungeeignet. Sehr praktikabel sind Tropfflaschen1, mit denen sich das Mittel auf einen kleinen Wattebausch oder auf die Fingerkuppe tropfen lässt. So kann der Wirkstoff auch auf engem Raum (z.B. zwischen Nase und Oberlippe) sicher verteilt werden.

Die Haut im Gesicht ist besonders sensibel. Beim Kauf eines Antiperspirants sollte unbedingt auf pflegende und reizlindernde Zusatzstoffe geachtet werden, damit der Wirkstoff Aluminiumchlorid nicht zu unangenehmen Hautreizungen führt. Moderne Antitranspirante enthalten natürliche Pflanzenextrakte wie z. B. Salbei, Nelkenblüte und Bartflechte. Diese altbewährten Hausmittel reduzieren die Reizung der Haut auf ein Minimum.

 

Antitranspirant Anwendung gegen Schwitzen am Kopf

Grundsätzlich gilt: Eine Behandlung der schwitzigen Kopfhaut (Betroffene berichten von regelrecht feuchten, „klatschigen“ Haaren und ruinierten Frisuren) mit Antitranspiranten ist schwierig und in vielen Fällen sehr langwierig. Das größte Problem dabei ist offensichtlich: Aufgrund der Haare – seien sie auch noch so kurz – lässt sich die Flüssigkeit des Antitranspirants nur schwerlich auf der Kopfhaut verteilen. Dennoch ist es mit Geduld möglich, eine gleichmäßige und großflächige Applikation zu erreichen.

Wie schon bei der Behandlung mit einem Antitranspirant als Gesichtsdeo gegen Schwitzen im Gesicht, eignet sich auch hier eine Tropfflasche am besten. Damit kann man das Antitranspirant gezielt mit den Fingerkuppen einmassieren (vergleichbar mit einem Haarwasser). Eine weitere und vielfach erprobte Möglichkeit ist, die Flüssigkeit über ein kleines Stück Watte aufzutragen oder sie in eine kleine Sprühflasche mit längerem Zerstäuberkopf umzufüllen um die schweißreduzierende Flüssigkeit scheitelweise aufzusprühen. Hierfür eignet sich eine einfache Pumpspray-Flasche (erhältlich in vielen Apotheken). Bei fülligem Haar kann es sinnvoll sein, eine Pumpflasche mit einer langstieligen Düse zu verwenden.

Sollte der Sprühkopf der Sprühflasche auf Grund der hohen Konzentration mit Aluminiumsalzen (diese können kristallisieren und sich im Ausgang des Sprühkopfs festsetzen) verstopfen haben Sie bei Antitranspiranten auf Alkoholbasis die Möglichkeit die Flüssigkeit mit etwas destilliertem Wasser oder reinem Alkohol zu verdünnen.

Betroffene, die Antitranspirante auf der Kopfhaut anwenden möchten, sollten folgende Punkte beachten:

  • gehen Sie in Abhängigkeit Ihres Haartyps und Ihrer Haardichte am besten scheitelweise vor.
  • die Flüssigkeit sollte nicht in die Augen laufen und nicht auf die Schleimhäute gelangen.
  • die Haare müssen zum Zeitpunkt der Anwendung trocken sein, ansonsten kann das Mittel seine schweißhemmende Wirkung nicht entfalten.
  • Wenden Sie das Produkt testweise zunächst nur an einer unauffälligen Stelle an und prüfen Sie die Reaktion Ihrer Kopfhaut sowie gefärbtes Haar auf eventuell auftretende Verfärbungen.
  • Antitranspirante können unter Umständen zu Farbveränderungen oder Bleicheffekten bei getöntem/gefärbtem Haar führen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld beim Hersteller über die Möglichkeit der Anwendung auf der Kopfhaut (eine Garantie gegen Verfärbungen wird Ihnen jedoch auf Grund der Vielzahl der unterschiedlichsten Tönungs- und Färbungsprodukte niemand geben).

 


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