Schwitzen am Kopf

an Kopfhaut, Nacken und Gesicht

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Sofortmaßnahmen

Die sofortige Therapie der Symptome kann eine fundierte Ursachenforschung und die nachhaltige Therapie durch Fachärzte (z. B. Dermatologen, Internisten, Ernährungsspezialisten, Psychotherapeuten) positiv ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Kurzfristiges Ziel ist die Wiederherstellung der Lebensqualität des Betroffenen. Antitranspirante gelten dabei bei vielen Fachleuten als erste Wahl, wenn es um die Verhinderung starken Schwitzens am Kopf geht.

In der Regel stellt sich schon kurz nach Beginn der Behandlung eine deutliche Verbesserung ein: der Schweißfluss wird stark reduziert, wodurch dem Betroffenen die Scham und der akute Leidensdruck („Angst vor dem sichtbaren Schwitzen“) genommen wird.

Moderne Antitranspirante der 3. Generation1 sind heutzutage so konzipiert, dass sie über längere Zeit angewendet werden können, ohne den Organismus zu belasten. Auch die mit Antitranspiranten oft assoziierten Hautreizungen sind bei diesen „sanften Antiperspirantien“ auf ein Minimum reduziert worden – ohne Einschränkungen bei der Wirksamkeit.

Einschränkend muss man jedoch erwähnen, dass die Behandlung der Kopfhaut, in Abhängigkeit der Menge und Fülle der Behaarung, im Gegensatz zu Gesicht, Stirn, Haaransatz und Nacken nur sehr umständlich durchzuführen ist. Die bewährten nicht operativen Methoden wie Antitranspirante und Iontophorese1 funktionieren hier bestenfalls mit viel Aufwand. Die Iontophorese kann auf dem behaarten Kopf gar nicht angewendet werden sondern beschränkt sich auf das Gesicht.

Warum eine Iontophorese-Anwendung sich dennoch positiv auf das Kopfschwitzen auswirken kann, lesen Sie auf der folgenden Seite, auf der verschiedene Therapieformen beschrieben werden…

Auch kann man Antitranspirant-Lösungen, die auf alkoholischer Trägerflüssigkeit basieren, nicht unbedingt als empfehlenswert für die Haargesundheit bezeichnen. Daneben könnte ein Antitranspirant theoretisch auch ungewollt auf Färbungen oder Tönungen reagieren. Obwohl uns bisher keine Rückmeldungen im Bezug auf Haarprobleme oder Probleme mit Färbungen/Tönungen bei Benutzung eines Antitranspirants hatten, können wir deshalb keine klare Empfehlung aussprechen! Der Grund: Es gibt zu viele Färbungen und Tönungen mit ganz unterschiedlichen Rezepturen. Man müsste wohl Chemiker sein, um jedes einzelne Färbungsprodukt individuell einschätzen zu können.

Bei koloriertem Haar könnenSie die Anwendung mit einem Antitranspirant leider nur an sich selbst ausprobieren, am besten an einer weniger gut sichtbaren Stelle des Haares (z. B. hinter dem Ohr).

Zusammenfassung: Geht es um nicht operative Massnahmen, bleibt also neben der verhältnismäßig mühsamen Therapie mit einem Antitranspirant oder die Einnahme spezieller Medikamente (Anticholinergika) nur noch die Behandlung der haarlosen Bereiche des Kopfes, insbesondere von Haaransatz, Stirn und Nachen. Die Einnahme eines Medikaments sollte auf jeden Fall von einem fachkundigen (!) Arzt verschrieben und zumindest in Anfangsphase anhand von periodischen Blutuntersuchungen begleitet werden. Ärzte die sich mit diesen Medikamenten im Allgemeinen und der Hyperhidrose im Besonderen nicht auskennen sollten gemieden werden. Hier ist auf die Ehrlichkeit des zu behandelnden Mediziners respektive seine Expertise zu vertrauen!

Mögliche operative Maßnahmen gegen Kopfschwitzen sind die wiederkehrende Behandlung mit Botulinumtoxin sowie die ETS (Endoskopische transthorakale Sympathektomie), einer endoskopischen Sympathikus-Operation (Blockade der für das Schwitzen zuständigen Nerven). Sollte eine Operation für Sie in Frage kommen, besprechen Sie diese Methoden bitte mit einem fachkundigen Spezialisten.

 


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